Aussaat der Blühmischung

 

 Liebe Riepholmer Blühpatinnen und Blühpaten,

endlich, das Saatgut ist in der Erde! Nun heißt es warten auf die ersten Blüten.

Eigentlich sollte die Aussaat bereits im April erfolgen, aber frostige Tage und Nächte haben uns zunächst auf wärmere Temperaturen warten lassen. Also eben am 30. April – dachte ich. Gut gelaunt und gerüstet ging es an meinem freien Freitag (hier schreibt die Angestellte) nach Riepholm. Doch das Wetter machte mir einen erneuten Strich durch die Rechnung. Dieses Mal in Form von Regen. Das feine Saatgut in den nassen Acker zu schmieren, mindert die Aussichten auf eine bunte Blühwiese erheblich.

Der 1. Mai zeigte sich jedoch unerwartet freundlich. Die Sonne trocknete die Ackeroberfläche und am Sonntag öffnete sich ein günstiges Zeitfenster. Am frühen Morgen (7 Uhr) erfolgte die letzte Vorarbeit, sodass ich mittags die Blühmischung in einen lockeren, hellbraunen Boden drillen (säen) konnte. Pünktlich zum Mittagessen und mit den ersten Regentropfen fuhr ich den Trecker in die Scheune. Perfekt, denn nun konnten die Samen die Feuchtigkeit wiederum gut gebrauchen.

Letzte Vorbereitung: Abdrehen der Drillmaschine. 30 Kilogramm Saatgut müssen auf knapp einen ha gleichmäßig verteilt werden. Wie muss das Dosierrad eingestellt sein, dass die richtige Menge an Saatkörner pro zurückgelegter Strecke den Weg in den Boden finden? Drehen, Saatgut auffangen, wiegen, Einstellung verändern. Und noch einmal von vorne, bis es dann endlich passt…

Das feine Saatgut wird ca. 2 cm tief in den Boden gelegt und leicht abgedeckt.

Geschützt von Haselsträuchern überstehen hoffentlich auch die frostempfindlichen Pflanzen wie Buchweizen die Eisheiligen unbeschadet.

Was steckt eigentlich in der Blühmischung? 25 % Buchweizen (dreieckig); 12,5 % Phacelia; 15 % Lein; 15 % Sonnenblumen (erkennt auch der Laie); 5 % Lupinen (große weiße Kugeln); 7,5 % Seradella; 7,5 % Perserklee; 5 % Alexandrinerklee; 2,5 % Dill; 2 % Koriander; 0,5 % Ringelblume (geringeltes Saatgut); 2,5 % Weißer Senf, bekannt als Gelbsenf.